von Dirk / sc10.de

Gut gelaunt komme ich Samstag Mittag zum Südring, weil auf Grund der Teilnehmerzahl bereits am Samstag ein Lauf gefahren wird und weil frühes Erscheinen gute Plätze im RCRT-Fahrerlager sichert. Beim Herrichten meines Platzes zwischen Hütte und Stephan gegenüber den Wortmännern muss ich mich nicht beeilen, die Strecke wird wegen des Regens in den vergangenen Tagen frühestens um 13:00 Uhr zum Training freigegeben, Zeit zum Plauschen und Fahrzeuge fertig machen.

Abwechselnd trainiere ich dann mit dem Pro-Line Pro-2 für Short Course 2WD Stock und mit dem Basher BSR BZ-222 Beetle für Fun. Meistens zusammen mit Walter, der in Trier in beiden Klassen vor mir platziert war. Die am Dienstag bei CS bestellten und am Donnerstag gelieferten sowie von mir geklebten Pro-Line Hole Shot sind den dem Fahrzeug beiliegenden Reifen meilenweit überlegen. Tom hat bei seinen Trainingsfahrten mit seinem Team Associated B3 Beetle zweimal Pech, aber nach Reparatur geht es stets weiter.

Beim Pro-2 ersetze ich am 13,5T SpeedPassion das 26er Ritzel von Trier, so dass mit 27/86 nun 1:8,66 herauskommt. Beim BZ-222 ist nach der Testfahrt vergangenen Freitag das 26er Ritzel vom LRP Vector X12 17,5T ab, er ist jetzt mit 27/78 bzw. 1:6,067 unterwegs. Um 16:45 Uhr dann Fahrerbesprechung mit Begrüßung durch den neuen 2. Vorstzenden des RCRT Duisburg, Andreas Bernardy sowie Rennleiter Markus Albrecht, der Stephan Melmer vertritt, und um 17:00 geht es gleich los mit der Fun-Klasse.

Michèle ist naürlich die Flotteste mit Ihrem Losi TLR22 Buggy, 7 Runden in 6:35, dahinter Stephan mit einem Allrad-Monster in 6:37, und denn sensationell mein Beetle mit Mittelmotor in 6:38, ganz knappe Kiste also im Spitzentrio, Walter (Yokomo Beetle) liegt 6 Sekunden hinter mir. Welch eine Freude, gleich bei seinem ersten Einsatz ist meiner trotz Mittelmotor der beste Beetle des Tages, fairerweise muss ich dazu sagen, dass Thomas in Führung liegend ausgefallen ist. Sollte ich für die Beetle-Weltmeisterschaft kommendes Wochenende in Langenfeld nennen?

In Short Course 2WD Stock Startaufstellung nach Rangliste, weil Marvin (Team Associated SC10) und ich im Laufe des Jahres noch nicht so viel gefahren sind, dürfen wir uns hinter den erfahrenen anstellen. Diese stellen sich aber umgehend reichlich ungeschickt an, so dass Marvin von 10 auf 4 vorrückt und ich von 9 auf 2 hinter Markus (Team Durango DESC210) und vor Walter (Losi TLR22SCT). Markus eilt uneinholbar davon, wir drei Verfolger sind beieinander, aber stets in der Reihenfolge. Kurz vor Ende gebe ich meinen 2 Platz an Walter ab, kann ihn aber fair zurückerobern. Wow, welch ein Tag, Platz zwei und Platz drei.

In der zweiten, laut Rangliste schwächeren Stock-Gruppe, fährt Andreas mit seinem Team Durango DESC210 einen noch heißeren Reifen als Markus, als einziger 8 Runden. Der Zweitplatzierte dieser Gruppe, RCRT-Clubkamerad und Pro-Line Pro-2 Fahrer Stephan, kann da nicht mithalten, auf Grund mangelnder Konkurrenz zieht er gemütlich seine Bahnen, was ihm in der Rangliste nicht weiterhilft.

Laut derer werde ich hinter Andreas und Markus Tagesdritter (von zwölf), und zusammen mit meiner Drittplatzierung in Fun (nebenbei bester Beetle), beschließe ich, nach Abschluss des ersten Durchgangs nicht mehr zu üben, damit ja nichts kaputt geht. Ebenso werde ich mich hüten, etwas am Setup zu ändern. Lediglich Akkus laden, damit es Sonntag früh gleich hochmotiviert weitergehen kann.


Fahrerbesprechung


Marvin Wortmann(10), Markus Schmidt(3), Walter Hornung(7), Rainer Roeske(6), Dirk König(9), Markus Kick(5), Marcus Holland(8), Thomas Schwarz(2)

Meine jungen Sportfreunde aus Langenfeld benötigten mit ihren leichten 2WD Buggys bei freier Motorenwahl für 7 Runden 6:26 (Max, Gruppe 3) bzw. 6:18 (Felix, Gruppe 4).

Die Rangliste Short Course Stock nach dem ersten Duchgang:

1 Andreas Meyer 8 6:39,0
2 Markus Kick 7 6:02,3
3 Dirk König 7 6:23,8
4 Walter Hornung 7 6:26,3
5 Marvin Wortmann 7 6:26,5
6 Marcus Holland 7 6:30,9
7 Stephan 7 6:34,2
8 Thomas Schwarz 7 6:42,6
9 Markus Schmidt 7 6:45,7
10 Rainer Roeske 6 6:08,1
11 Peter Inger 6 6:19,8
12 Marcus Steinbüschel 6 6:25,3

Mal nicht im Skoda übernachtet, sondern im heimischen Bett, stehe ich gut ausgeschlafen auf, kann daheim Kaffee trinken sowie frühstücken und dann geht es mit geladenen Akkus wieder zum Südring. Ob der Vortagesergebnisse extrem gut aufgekratzt, wohl wissend, dass es so gut nun nicht mehr werden wird, sondern dass es bloß eine Momentaufnahme war.

Am Sonntag früh trainiere ich nicht mehr, und um 9:00 Uhr fängt der Rennsonntag mit der Fun-Klasse an. Obwohl ich mich von Samstag (7 Runden in 6:38) zu Sonntag nicht sonderlich verschlechtert habe (7 Runden in 6:40), können sich doch drei Konkurrenten an mir vorbeischieben, sodass ich nur noch Sechster im Zwölferfeld bin. In den folgenden Durchgängen wird der blaue Beetle zweimal Fünfter und einmal Vierter, bevor er im sechsten Durchgang nach drei Runden von Jan's Buggy fahruntauglich geschossen wird.

Der Schaden ist nicht dramatisch und kann ohne Ersatzteile noch am Sonntagabend behoben werden, der Basher BSR BZ-222 ist halt ein sehr stabiles Fahrzeug. Bei seinem ersten Renneinsatz erzielt er tolle Ergebnisse 3-6-5-5-4 und am Tagesende springt insgesamt Platz 6 von 12 heraus. Ob eine bessere Platzierung möglich gewesen wäre, hätte ich ihn nicht bereits vor dem Rennen von Heck- auf Mittelmotor umgerüstet, wissen nur die Götter.

Man darf das Abschneiden gar als sehr erfreulich oder ziemlich sensationell beschreiben, ist der Wagen doch vor acht Tagen das erste Mal gefahren und da auch lediglich zwei Akkus. Bedenkt man den Kaufpreis und was man mit ein wenig Setup und Übung noch herausholen kann, ist das schon phänomenal. Aber auch so hat der Flitzer viel Spaß gemacht.

In der Klasse Short Course Stock wird es am Sonntag ebenfalls schwierig, den am Samstag eingefahrenen Podestplatz zu halten. Vom AMC Langenfeld betreten namhafte Piloten wie Thomas Müller (Mittelmotor-Eigenbau), Detlef Kammelter (TeamC) und Adrian Poliwoda (Losi TLR22SCT) den Fahrerstand. Doch an denen liegt es nicht, dass mein sportlicher Ehrgeiz umgehend gedämpft wird.

Von zweiter Position startend gerät mein Pro-Line Pro-2 nach drei Runden mit anderen Fahrzeugen in ein Gerangel, nun, das kennen wir ja schon. Auch dass alle Rüpel weiterfahren, nur mein Truck auf dem Dach liegt und auf den Helfer wartet, der berechtigt Angst hat, dass ihm in die Knöchel gefahren wird. Sprich, der Pro-2 ist ganz am Ende des zehnköpfigen Feldes.

Noch sind die Temperaturen an der Strecke angenehm und ich kann einen kühlen Kopf bewahren, in der verbleibenden Zeit überhole ich nacheinander Patrick Becker-Tosch (Dortmund/Team Durango DESC210) sowie die Troisdorfer Thomas Schwarz (Losi TLR22SCT), Markus Schmidt (Team Associated SC10) und Walter Hornung (Losi TLR22SCT). Auf der Ziellinie bin ich lediglich eine Sekunde hinter RCRT-Klubkamerad Marcus Holland (Losi TLR22SCT) und darf mich mit Platz 6 in der Gruppe begnügen.

Im Tagesverlauf wird es richtig heiß, die Außentemperatur natürlich. Auf der Strecke geht es sportlich fair zu. Mein Pro-2 fährt schnell und fehlerfrei und steigert sich von Durchgang zu Durchgang, stets Vierter in der Gruppe, lediglich im fünften Durchgang liegt der Truck trotz immenser Bodenfreiheit kurz auf dem Schlauch bis ein Helfer kommt.

In den verbleibenden beiden Runden will ich meine vierte Position hinter Marvin an drei zurückerobern, dazu muss ich den Pro-2 an Hollys und Walters 22 sowie Patricks Durango vorbeimanövrieren. Ein ums andere Mal wird da ein ordentliches Geknödel draus, und in der Überzeit behindern sich die Fahrzeuge von Walter und Holly kurz vor der Schleife gegenseitig gerade so, dass ich an den beiden noch vorbeikomme, Patrick zwar nicht mehr kriege, aber immerhin Platz fünf. Schlechte Zeit und zweiter Streicher, aber ein Startplatz möglichst weit vorne für den letzten Durchgang war mir wichtig.

Laut Rangliste bin ich nach fünf Durchgängen auf Platz 8 fünf Punkte hinter Stephan und acht Punkte vor Walter, im Hinterstübchen könnte man jetzt mit Streichergebnissen jonglieren, will ich aber nicht, dafür ist es zu heiß. Auch ohne Rechenschieber ist Platz 8 -umgeben von den beiden genannten Sportkameraden- ein realistisches Abbild unseres bislang gezeigten Fahrkönnens. Ich gönne mir eine Erwachsenenerfrischung und will einfach nur noch mal ganz stark fahren, schnell und fehlerfrei, mit meinem Lieblingswagen auf meiner Lieblingsstrecke.

Hatte ich in Trier im letzten Lauf des Tages große Konzentrationsschwächen, so nerverstark war ich nun trotz der grenzwertigen Außentemperaturen. Vom Start weg an Patrick vorbei, sodann in der zweiten Runde an Marvin, der nichts entgegenzusetzen hatte. Markus und Detlef waren weg, dennoch zog ich stramm meine Runden, Platz drei wollte ich doch über die Schleife bringen. Neun Sekunden hinter dem zweitplatzierten Detlef und elf Sekunden vor dem viertplatzierten Walter fahre ich meine beste Runde des Wochenendes in 46,727 Sekunden sowie mein persönlich bestes Ergebnis 7 Runden in 6:17,3, ein klein wenig besser als RCRT-Klubkamerad Stephan aus der zweiten Stock-Gruppe mit seinem Pro- 2, 6:17,9 im vierten Durchgang.

Mit Platz 8 von 20 bin ich sehr zufrieden hinter Pro-Line Pro-2 Fahrer Stephan auf Platz 7 mit gerade einem Punkt weniger, dafür sieben Punkte mehr als der Neuntplatzierte, stellt sich die Frage, ob ich meinen sportlichen Zenit erreicht habe? Fakt ist, das sich der Pro-Line Pro-2 auch bei hohen Geschwindigkeiten super kontrollieren läßt, was daran liegt, dass sein hohes Gewicht ihn stets nah an der Strecke hält. Fakt ist aber ebenso, dass die höchsten Geschwindigkeiten von Fahrzeugen erzielt werden, die 10% weniger wiegen, zum Beispiel die sechs vor den beiden Pro-2 platzierten.

Im kommenden Jahr muss ich das bei einem Freundschaftsrennen mit meinem weiterhin komplett fahrfertigen extrem leichten Team Associated SC10 probieren, bei ähnlichen Streckenbedingungen die Rundenzeit des Pro-2 zu knacken. Ferner überlege ich, bei den NORC-Masters am 19./20. September in Troisdorf mit dem Asso zu starten?

Vielen Dank an Markus Albrecht und Stephan Melmer an der Zeitmessung im Container unter dem Fahrerstand, aber natürlich auch an die Damen am Küchencontainer, die uns liebevoll versorgten.


Gruppe 3 Buggy 2WD


Leitwolf Gruppe 7 Short Course 2WD Stock: Markus Kick, MC Dortmund, Team Durango DESC210


Zweitschnellster 2WD Short Course Truck: Team Durango DESC201 von Andreas Meyer, AMC Langenfeld


Walter Hornung (7/Yokomo), Michael Surmann (2/LRP Twister) und Dirk König (4/Basher BSR BZ-222),
alle Karosserien von Racersparadise


Gruppe 7 Short Course 2WD Stock

1 Detlef Kammelter
TeamC
AMC Langenfeld

 

6 Rainer Roeske
Serpent Spyder

 

3 Markus Schmidt
Team Associated SC10
Panik Team Troisdorf

 

7 Walter Hornung
Losi TLR22SCT
Panik Team Troisdorf

 

9 Dirk König
Pro-Line Pro-2
RCRT Duisburg

 

4 Patrick Becker-Tosch
Team Durango DESC210
MC Dortmund

 

5 Markus Kick
Team Durango DESC210
MC Dortmund

 

10 Marvin Wortmann
Team Associated SC10
RCRT Duisburg

 

8 Marcus Holland
Losi TLR22SCT
RCRT Duisburg

 

(2 Thomas Schwarz
Losi TLR22SCT
Panik Team Troisdorf)


Siegerfahrzeug Short Course 2WD Stock: Mittelmotor-Eigenbau von Thomas Müller, AMC Langenfeld


Startaufstellung Gruppe 8 Short Course 2WD Stock


Zwei Fahrer vom RCRT Duisburg: Stephan (rechts/Gruppe 8) und icke (Gruppe 7)


Zwei Pro-Line Pro-2: Stephans Roter Kommt auf Platz 7, mein Blauer auf Platz 8


Gruppe 7: Markus Kick, Detlef Kammelter (sitzt), Patrick Becker-Tosch, Rainer Roeske (sitzt), Marvin Wortmann, Marcus Holland, Walter Hornung (sitzt) und Dirk König


Anführerquartett der Gruppe 7: Markus Kick, Marvin Wortmann, Detlef Kammelter und Dirk König


Siegerehrung Short Course 2WD Stock: Andreas Meyer (2), Thomas Müller (1) und Markus Kick (3)


Siegerehrung Fun: Thomas Wortmann (3), Michèle Schmidt (1) und Stephan Hasselbach (3)

Hier gibt es sämtliche Auswertungen vom Rennwochenende:
http://www.myrcm.ch/myrcm/main?pLa=de&hId[1]=com&dId[E]=20783

   

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