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Wenn man sich zum ersten Mal mit den verschiedenen Komponenten im RC-Car auseinandersetzt, kann man schon einmal den Überblick verlieren. Doch auch wenn man sich vor einiger Zeit schon einmal mit diesem Hobby befasst hat, versteht man mitunter nur Bahnhof, denn in den vergangenen Jahren hat sich einiges getan. Einige der Hersteller kommen den Veteranen vielleicht noch bekannt vor, denn der eine oder andere ist schon seit mehreren Jahrzehnten im Geschäft. Die nachstehend aufgeführten Komponenten sind selbstverständlich nicht die einzigen, mit denen man seinen Spaß haben kann. Als nicht gesponserter Privatfahrer konnte ich in den vergangenen Jahren Elektronik verschiedener Hersteller ausprobieren und das aufgeführte Zubehör kann ich aus eigener Erfahrung bedenkenlos weiterempfehlen. Nun aber zu den verschiedenen Kategorien: Was braucht man also außer dem Auto selbst, wenn man sich ins Renngeschehen stürzen will?

Fernsteuerung
Ein Fernsteuerungs-Set bestehend aus Sender und Empfänger. Aktuelle Anlagen senden im 2,4 GHz-Bereich ähnlich dem heimischen WLAN, suchen sich selbstständig eine freie Frequenz und sind in den meisten Fällen Störungen gegenüber unempfindlich. Die meisten Fahrer verwenden sogenannte Pistolensender mit einem Abzug als Gashebel und einem Drehrad für die Lenkung. Die klassische Knüppelanlage hat immer noch ihre Anhänger, ist auf dem Fahrerstand aber nur noch selten anzutreffen.

Empfänger

Der R614FS, ein klassischer 4-Kanalempfänger von Futaba

 

Die Fernsteuerung gehört zu den Komponenten, die die meisten Hobbyrennfahrer länger begleitet, als z. B. ein Akku oder auch ein Auto. Entsprechend empfehlt es sich, hier nicht am falschen Ende zu sparen und direkt in eine Mittelklasse-Fernsteuerung zu investieren, wie z. B. eine Sanwa MT-S oder eine Futaba T4PV. Diese verfügen grundsätzlich über alle Funktionen, die man im Rennbetrieb braucht und vermitteln durch ihre schnellen Übertragungszeiten Vertrauen in das Fahrzeug, vorausgesetzt, man verwendet auch ein vernünftiges...

Servo
Auch hier ist die Auswahl riesig. Für ein Offroad-Fahrzeug im Maßstab 1:10 sollte ein Servo nicht zu langsam sein (im Buggy möglichst unter 0,10 s/45° bei 6 V), über ausreichend Stellkraft (Buggy ab 80 Ncm bei 6 V, Truck gerne mehr), und ganz wichtig: über ein Metallgetriebe verfügen. An einem guten Servo kann man lange seine Freude haben, so versehen zwei damals gebraucht gekaufte Futaba BLS451 schon seit über fünf Jahren bei mir klaglos ihren Dienst. Neben den Servos in Standardgröße sind auch sogenannte Low-Profile-Servos erhältlich, die sich durch eine flachere Bauform, ein geringeres Gewicht und etwas weniger Stellkraft von ihren normal großen Brüdern unterscheiden. Sie sind vor allem im Glattbahnbereich anzutreffen, aber auch für 2WD-Buggys eine gute Wahl.

Servos

Servo normaler Baugröße (Futaba BLS451) im Vergleich zu einem Low-Profile-Servo (Futaba S9571SV)

Neben den Servos von Futaba kann ich persönlich den Servos von Xpert RC und Ko-Propo gute Noten ausstellen, wobei letztere sich teilweise auch durch enorme Preise von der Konkurrenz abheben. Außer dem Servo werden an den Empfänger noch weitere Helferlein angeschlossen. Nicht angesteuert sondern nur mit Strom versorgt wird der

Transponder
Um die Rundenzeiten genau und zuverlässig zählen zu können, werden sogenannte Personaltransponder verwendet. Die von AMB bzw. myLaps gefertigten roten Kästchen übertragen ein Signal, das von einer im Boden eingelassenen Induktionsschleife beim Überfahren empfangen wird. Vereinzelt bieten die am NRW-Offroad-Cup beteiligten Vereine zwar noch Leihtransponder für Einsteiger an, diese sind allerdings altersbedingt nicht immer zuverlässig. Wie auch die Fernsteuerung ist ein Personaltransponder eine langfristig lohnenswerte Investition und sollte so schnell wie möglich den Weg ins Auto finden.

Transponder

Personaltransponder AMBrc DP

 

Motor

Hier haben sich in den letzten Jahren kleine Drehstrommaschinen, auch Brushless-Motoren genannt, durchgesetzt, was nicht nur an ihrer teilweise unglaublichen Leistungsfähigkeit liegt, sondern auch an ihrer wartungsfreundlichen und verschleißarmen Konstruktion. Für den Einsteiger, der noch Mühe damit hat, sein Fahrzeug kontrolliert um den Parcours zu jagen, sei hier eine freiwillige Leistungsbeschränkung empfohlen. Für die anfängerfreundliche Fun-Klasse beträgt das Motor-Limit 17,5 Turns. Grundsätzlich gilt: Je weniger Windungen (Turns), desto mehr Leistung. Aber auch unter den einzelnen Herstellern gibt es Unterschiede, was die Leistungsentfaltung betrifft. In den letzten Jahren konnte ich Motoren verschiedener Fabrikate ausprobieren und bin letztendlich bei der Fleta-Reihe von Muchmore Racing geblieben, die über eine ausgezeichnete Leistung verfügen und gleichzeitig selbst auf rutschigen Untergründen hervorragend kontrollierbar sind.

Motor

Muchmore Racing Fleta ZX, mit 8.5 Turns ein relativ zahmer Modified-Motor

 

Wer am Anfang nicht so tief in die Tasche greifen möchte, sollte sich auf den Rennen einmal umhören. Häufig bieten z. B. Short-Course-Fahrer gebrauchte Motoren an, die sie nach Öffnung der Klasse für schnellere Triebwerke nicht mehr benötigen. Um den Motor ansteuern zu können, benötigt man noch einen

Regler
Auch hier gibt es unglaublich viel Auswahl. Neben Gehäusen aus Kunststoff und Aluminium, verschiedenen Formen und Farben unterscheiden sich die Regler in der Einstellbarkeit und im Preis. Gemein ist den meisten Brushless-Reglern, dass sie mit drei sogenannten Powerkabeln (A, B und C) und einem achtadrigen Sensorkabel mit dem Motor verbunden sind.

Sensorkabel

Sensorkabel

 

Zwar gibt es auch sensorlose Antriebspakete, diese sind für den Rennbetrieb aber eher weniger geeignet. Auch im Reglerbereich habe ich einiges ausprobiert und empfehle Fahrern mit begrenztem Budget regelmäßig den Hobbywing Xerun Justock (neue Version: Xerun XR10 Justock), der sich sehr feinfühlig regeln lässt und im Offroad-Bereich bequem für 13,5er Motoren ausreicht. Im Hinblick auf mehr Leistung ist meine erste Wahl der Muchmore Fleta Stock (Dauerstrom bis zu 100 A) bzw. für Motoren unter 6,5 Turns in Allradfahrzeugen der Fleta Pro (Dauerstrom bis zu 120 A). Diese schön verarbeiteten Regler lassen sich ausgezeichnet kontrollieren und einstellen und harmonieren logischerweise perfekt mit den Motoren des gleichen Herstellers.

Regler

Muchmore Fleta Stock

Um die im Vorfeld genannten Komponenten mit Energie zu versorgen, wird eine Stromquelle benötigt. Heutzutage verwenden fast alle Fahrer einen

LiPo-Akku
Lithium-Polymer-Akkus sind deutlich wartungsärmer und langlebiger als ihre Nickelvorgänger und bei richtiger Behandlung gemäß Herstellerangaben mindestens ebenso sicher. Auf keinen Fall sollte man die Akkus tiefentladen oder bei zu niedriger Spannung über längere Zeit liegen lassen. Dies geht zum einen zulasten der Lebensdauer, zum anderen kann dies im Extremfall zum "thermischen Davonlaufen" führen, wobei der Akku in Flammen aufgehen kann. Zum Aufladen werden die LiPos in einen sogenannten LiPo-Sack aus flammenhemmendem Material gesteckt. Wie schon bei den Reglern und Motoren habe ich hier die besten Erfahrungen mit Produkten von Muchmore Racing gemacht, aber auch die LiPos von Team Orion und Thunder Power haben mich nie im Stich gelassen. Die beliebteste Bauform ist im Offroad-Bereich mittlerweile der Shorty. Während in Short-Course-Trucks noch regelmäßig der klassische Stick zur Anwendung kommt, werden Saddle-Packs nur noch relativ selten verwendet. In Fahrzeugen, bei denen die Hälften des Saddle-Packs direkt nebeneinander platzieren würde, kann auch ein Saddle-Block oder Square-Akku eingesetzt werden.

Akkus

Von links im Uhrzeigersinn: Shorty, Saddle-Pack und Stick-Akku

 

Egal welche Form das Gehäuse hat, zum Aufladen benötigt man noch ein passendes

Ladegerät
Das Ladegerät sollte über einen eingebauten Balancer verfügen, der die Einzelspannungen der Zellen ausbalanciert, aus denen sich ein LiPo-Akku zusammensetzt. Um die maximale Lebensdauer eines Akkus zu gewährleisten wird als Ladestrom in den meisten Fällen ein Wert empfohlen, der maximal der Nennkapazität des Akkus entspricht (=1 C). Hat man also einen Akku mit 4500 mAh Kapazität, würde der empfohlene Ladestrom 4,5 Ampere betragen.
Für die meisten Racer reichen relativ einfache Ladegeräte wie das Graupner Ultramat 14 plus mit eingebautem Netzteil vollkommen aus. Praktisch ist ein ausgewachsenes Profiladegerät mit Entladefunktion und höherem Ladestrom ganz sicher, zwingend notwendig ist dies für den Einsteiger oder Hobbyfahrer aber nicht wirklich.

Ladegerät

Graupner Ultramat 14 plus mit Netzkabel, Balacerkabel und Ladekabel

 

Ich hoffe, mit den vorstehenden Zeilen ein wenig Basiswissen vermittelt zu haben. Bei ausführlicheren Fragen wendet euch am besten an euren nächstgelegenen Verein, den fachkundigen Händler vor Ort (siehe "Sponsoren") oder sprecht uns einfach auf einem der Rennen an!

 

Elektronik im RC-Car - Die Klassen im Überblick - Getriebekunde - Rennvorbereitungen


   

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