Ein nicht aktuelles Navi konnte nicht verhindern, dass ich nach knapp zwei Stunden Anfahrt den Weg zur Strecke des MACH One in Helmond/NL gefunden hatte. Das Wetter war zwar ein wenig trüb, aber immerhin so gut wie trocken. Im Lauf des Tages sollte die Sonne sich auch ein paar Mal mit voller Kraft bemerkbar machen, so dass ich sogar vor meinem letzten Lauf meine Mütze verliehen habe!

Aber fangen wir am Anfang an. Nachdem ich den Weg über den Kanal gefunden hatte, brachte mich das Navi zielstrebig ins richtige Gewerbegebiet, wo die Zielanfahrt dann auch gut beschildert war. Nach dem Ausladen wollte ich noch schnell ein paar Proberunden drehen, doch schon nach einer halben Runde rief der Rennleiter unerbittlich zur Fahrerbesprechung. Bei der Fahrerbesprechung werden der Tagesablauf und eventuelle Fragen geklärt, so dass sich auch ein Neuling schnell zurecht findet.

Ich war in die vorletzte Gruppe eingeteilt und hatte somit jede Menge Zeit, mich mit den Gegebenheiten vertraut zu machen und bei der Rennleitung die Transpondernummer anzugeben. Ein Transponder muss sich im Modell befinden, damit die Rundenzeiten gezählt werden zu können. Die Transponder haben unterschiedliche Nummern, damit es nicht zu Verwechslungen kommt und jedes Auto getrennt gezählt wird. Vor Ort gab es einen gut sortierten Verpflegungsstand mit kaltem und frittiertem Essen und kalten und heißen Getränken. Über die Preise konnte man nicht meckern, geschmeckt hat es uns auch! :)

Nach einigen unterhaltsamen Gesprächen ging es dann endlich an den Start. Im ersten Lauf hatte ich ein wenig damit zu tun, die Strecke kennenzulernen. Trotz eines sich immer wieder lösenden Steckers am Motor konnte ich mich halbwegs auf die Strecke einschießen, und mich danach im ersten regulären Lauf auf Platz 3 vorschieben. Im zweiten Lauf sollte dann das unfassbare geschehen: Ich habe den Lauf gewonnen! Es lief wirklich recht gut, das Auto neigte nur ein wenig zum Abrollen, da die Strecke deutlich mehr Griff bot als der sandige Kunstrasen in Troisdorf.

Das Fahrverhalten eines Modellautos lässt sich stark durch das Höher- und Tieferstellen der oberen Querlenker beeinflussen. Schon ein halber Millimeter mehr oder weniger hat große Auswirkungen. Dementsprechend ist es sehr schlecht, wenn man dank eines Denkfehlers einen halben Millimeter mehr unterlegt, statt ihn herauszunehmen. In Lauf drei lag ich also mehr auf dem Dach, als ich auf den Rädern war; von Platz 3 in der Gesamtwertung rutschte ich zurück auf 5. Zusätzlich hatte ich bemerkt, dass das Differential durchrutschte. Dank der wartungsfreundlichen Konstruktion des Yokomo war dies schnell behoben. Auch die Scheiben unter den vorderen Kugelköpfen waren schnell ausgebaut.

Start frei für Lauf 4! Direkt zu Beginn merkte ich, dass die Änderungen Früchte trugen. Mit härteren Federn und ohne Scheiben vorne war die Rollneigung im Griff. Die Beschleunigung war mit dem gesperrteren Diff beachtlich – zu beachtlich, den der B-Max2 machte jetzt Wheelies! Ich hatte vergessen, den Slipper zu lösen. Dies hatte zur Folge, dass ich keinen der Sprünge mehr richtig erwischte und ich mir das Chassis schon wieder viel zu häufig von unten anschauen musste.

Das alles klingt viel schlimmer, als es tatsächlich war. Auch im fünften Lauf haben alle Fahrer in der Gruppe zusammen mit den Helfern viel gelacht! Nachdem ich auch die Scheiben unter den Kugelköpfen hinten entfernt und den Slipper ein wenig gelöst hatte, lag das Auto jetzt wirklich gut- Mein Gasfinger war allerdings von den zu weiten Sprüngen in Lauf vier ein wenig eingeschüchtert, un so erwischte ich ein ums andere Mal eine Kante auf dem Table vor dem Fahrerstand, die ich vorher nicht einmal kannte. Trotz allen Missgeschicken reichte es zum Schluss für Platz 6 in der Gesamtwertung; ein oder zwei Berührungen mit der Kante weniger im letzten Lauf, und ein Platz auf dem Treppchen wäre drin gewesen. Es war also knapp und spannend bis zum Schluss, und kaputt gegangen ist auch nichts. :)

Am Ende des Tages hatte ich viel über die Abstimmung dazugelernt, und jede Menge Spaß gehabt. Angenehme Gespräche mit den Mitstreitern, leckere Pommes und eine freie Autobahn auf der Rückfahrt rundeten den Tag für mich ab. Ich hab' auf jeden Fall Lust auf mehr, und hoffe dass es für mich am 20. Mai in Duisburg mit dem NRW-Offroad-Cup weiter geht!

Der Weg zum (ersten) Rennen hat somit ein Ende gefunden. Ich hoffe, dem geneigten Leser den RC-Car-Sport und die Teilnahme am NRW-Offroad-Cup ein wenig schmackhaft gemacht zu haben. Vielleicht sieht man sich ja bald auf der Strecke!

 

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Das erste Rennen

   

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