Für manchen Besucher, aber auch für Ein- oder Umsteiger mag eine Rennveranstaltung zunächst ein wenig einschüchternd wirken. Nicht nur der Aufwand, den viele engagierte Modellsportler betreiben sondern auch die Fachgespräche zwischen den Fahrern und der allgemeine Ablauf wirken oftmals wie ein Buch mit sieben Siegeln. Die folgenden Zeilen sollen ein wenig Licht ins Dunkel bringen und euch vielleicht auch dazu anspornen, einfach selbst einmal ins kalte Wasser zu springen und an eurem ersten Rennen teilzunehmen.

Im Rahmen einer Veranstaltung wiederholen sich bestimmte Begriffe. Training ist selbsterklärend. Auch versierte Teilnehmer verzichten nicht auf die Gelegenheit, sich mit der Strecke vertraut zu machen und das richtige Set-up zu finden, also ihr Auto auf die aktuellen Bedingen abzustimmen. Beim freien Training ist es den Fahrern selbst überlassen, wann sie auf die Strecke gehen, und so tummeln sich manchmal eine Vielzahl unterschiedlicher Fahrzeugtypen gleichzeitig auf der Strecke. Beim Training in Gruppen wird nach Klassen getrennt trainiert, auch die zur Verfügung stehenden Zeitfenster sind vorgegeben.

In den Vorläufen erfolgt die Qualifikation für die Finale. Abhängig von der Teilnehmerzahl werden mehrere Vorläufe gefahren, von denen die besseren gewertet werden. Der Lauf bzw. die Läufe, die nicht in die Wertung einfließen, werden als Streicher bezeichnet. Dieser Begriff kann auch für eine ganze Veranstaltung verwendet werden, wenn der Fahrer an sehr vielen Rennen in einer Saison teilgenommen hat. Die Chance auf den Gesamtsieg bleiben so auch gewahrt, wenn man aufgrund anderer Termine oder einer zu weiten Anreise nicht an allen Rennen teilnehmen kann.

Aus den Vorläufen ergeben sich die Startplätze für die Finale. Da nur eine begrenzte Anzahl gleichzeitig fahren kann, meist acht bis zehn Fahrzeuge, werden die Fahrer entsprechend ihrer Resultate in Finalgruppen eingeteilt, die mit alphabetisch gekennzeichnet sind. Um den Tagessieg wird im A-Finale gekämpft, die weiteren Platzierungen werden ggf. in den absteigenden Finalen ausgefochten, also B-Finale, C-Finale usw. Um den Sieg nicht dem Zufall zu überlassen, werden im NRW-Offroad-Cup, wie auf nationaler und internationaler Ebene üblich, jeweils drei Finalläufe gefahren, von denen die besten beiden gewertet werden. Die genauen Regelungen einschließlich Regenwertung orientieren sich dabei am Reglement des Deutschen Minicar Club e. V., der kurz als DMC bezeichnet wird.

Grundsätzlich wird versucht, die Rennveranstaltung auf den Sonntag zu begrenzen. Am Samstag kann man trainieren, sein Fahrzeug abstimmen, in die familiäre Atmosphäre eintauchen, und vielleicht auf dem Gebrauchtmarkt schon das eine oder andere Schnäppchen erwerben. An der Ergebnistafel bieten Teilnehmer gelegentlich gebrauchte Hobbyartikel zum Kauf an, von denen man sich vor Ort einen Eindruck verschaffen kann. Bei hohen Teilnehmerzahlen können am Samstagnachmittag auch schon Vorläufe stattfinden, was aber zuvor in der Ausschreibung bekanntgegeben wird. Am Sonntagmorgen bleibt häufig noch ein wenig Zeit zum Trainieren. Wie im großen Motorsport findet eine Fahrerbesprechung statt, bevor es losgeht. Hierbei werden die Teilnehmer auf örtliche Besonderheiten aufmerksam gemacht und das Funktionspersonal wird vorgestellt, also Rennleiter und Zeitnehmer, ggf. auch Kommentator, Schiedsrichter und Sportkommissare.

Im Anschluss beginnen die Vorläufe, die sich meist über den Vormittag hinziehen. Der Zeitplan ist für alle an der Ergebnistafel einsehbar. Nach einer kurzen Pause, in der die Gruppeneinteilung vorgenommen wird, beginnen die Finale. Der Tag endet mit der Siegerehrung, bei der nicht immer Pokale überreicht werden. Aus Platzgründen sind bei den Fahrern Siegerplaketten oder eine praktische wie leckere Alternative in Form von Dosen mit Fruchtgummis beliebt.

Einleitung - Elektronik im RC-Car - Die Klassen im Überblick - Baubericht - Getriebekunde - Rennvorbereitungen - Veranstaltungsablauf

   

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